Charité | Thomas Rafalzyk

Neues ARC Innovation Center in Berlin

In einem neuen ARC Innovation Center, das die Charité und das Berlin Institute of Health im Februar gegründet haben, werden medizinische Expertise, wissenschaftliche Forschung und technologische Entwicklung gebündelt. Auf diese Weise sollen Ideen schneller in den klinischen Alltag überführt werden.

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Das Gesundheitswesen steht vor zahlreichen Herausforderungen. Um diesen begegnen zu können, müssen innovative Ideen aus der Forschung schneller in die klinische Praxis gebracht werden. Dies soll nun ein neues ARC Innovation Center in Berlin unterstützen. ARC steht für Accelerate, Redesign und Collaborate. In dem Zentrumwird künftig die Expertise der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) gebündelt, um Forschungs- und Entwicklungszyklen zu beschleunigen, damit praxisnahe innovative Lösungen den Patienten schneller zugutekommen.

Maßgeblich verantwortlich für den Aufbau des neuen ARC-Zentrums sind Chief Innovation Officer Prof. Dr. Surjo Soekadar und der Geschäftsführer Avner Shaha. Sie werden unterstützt von einem interdisziplinären Team. Erste Aktivitäten sind noch für das erste Halbjahr 2026 geplant: So wird es beispielsweise Ideenwettbewerbe geben. Und es startet ein Innovator-Programm, das Mitarbeiter und externe Teams bei der Entwicklung und Umsetzung unternehmerischer Ideen unterstützt.

Internationales Netzwerk der ARC Innovation Center

Erfunden haben die Berliner das ARC Center nicht. Die Idee geht auf ein israelisches Konzept zurück, das am Sheba Medical Center entwickelt wurde und das mittlerweile Kliniken in der ganzen Welt verwirklichen. Sie sind Teil des internationalen Netzwerks der ARC-Zentren, die sich gegenseitig unterstützen.

Mitarbeiter geben Anstöße für Innovationen

Um Lösungen für den klinischen Alltag zu entwickeln, die tatsächlich praktische Probleme lösen, können Mitarbeiter aus allen Klinikbereichen ihre Ideen oder Vorschläge für Veränderungen an das ARC Center weitergeben. Hier werden diese Problemstellungen gesammelt und es entstehen erste Lösungsansätze, die anschließend direkt in der medizinischen Versorgung getestet werden. Dabei koordiniert das ARC-Zentrum die Zusammenarbeit mit externen Partnern, Aufsichtsbehörden oder Investoren und stellt den Zugang zu Daten, Testumgebungen und klinischer Expertise sicher.

In Berlin werden thematische Open Innovation Hubs aufgebaut, in denen Wissenschaftler, Start-ups und Industriepartner gemeinsam praxisnahe Lösungen entwickeln und erproben. Ein Innovation Hub soll im Bereich NeuroTech entstehen.

Finanzielle Ausstattung

Über den Förderfonds Wissenschaft in Berlin und die Einstein Stiftung können Förderer und Investoren das ARC Innovation Center unterstützen. Ergänzende finanzielle Mittel kommen vom Land Berlin: Für jeden Euro, der aus der Industrie kommt, stellt Berlin zusätzlich 50 Prozent an Fördermitteln bereit. Erlöse, die aus den erfolgreichen Entwicklungen kommen, fließen zurück in die Forschung.

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